Mahnwache & Kundgebung
Wir sind erschüttert über den Anschlag auf den Berliner CSD. Gemeinsam möchten wir den Betroffenen gedenken. Unsere Gedanken sind bei allen Opfern, ihren Angehörigen sowie der queeren Community, die vor Ort war.
🕯️Mahnwache & Kundgebung
📅 Dienstag, 28.07.26
🕒 18 Uhr
📍 Theatervorplatz Osnabrück
Mit der Kundgebung wollen wir ein Zeichen gegen Hass und queerfeindliche Gewalt setzen und unsere Solidarität mit den Betroffenen sowie der queeren Community zum Ausdruck bringen. Bringt gerne Kerzen und Blumen mit. Wir stehen zusammen – in Trauer, in Wut und in Solidarität. Für eine Gesellschaft, in der alle Menschen frei, sichtbar und sicher leben können.
Redebeitrag vom Bambule35:
Die letzten Tagen waren voller Reaktionen und Emotionen. Trauer, Wut, Fassungslosigkeit, Bestürztheit. Und jede dieser Emotionen hat ihren Platz.
Wir sind traurig und bestürzt und in Gedanken bei den Opfern, den Angehörigen, allen, die, die den schrecklichen Anschlag am Rand des Berliner CSDs ansehen mussten. Sie wollten für ihre und unsere Rechte einstehen, ihre Angehörigen unterstützen, feiern und einen schönen Tag haben. Das wurde ihnen brutal genommen. Ein Menschenleben wurde brutal genommen. Und darüber sind wir unglaublich traurig. Und es macht uns auch unglaublich wütend.
Menschen sterben, weil sie lieben!
Immer wieder wird behauptet: „Ihr habt doch so viel mehr Rechte als früher! Es ist doch gut jetzt! Seid doch mal still!“. Doch Menschen sterben, weil sie lieben. Menschen sterben, weil sie einfach sie selbst sein wollen. Menschen sterben auf der Straße, Menschen sterben still, Menschen sterben durch queerfeindliche Politik.
Und deswegen gehen wir immer wieder auf die Straße, deswegen braucht es CSDs: Um für unsere Rechte zu kämpfen! Wir werden nicht still sein, nein. Wir werden laut sein, bis wir alle in Freiheit leben können!
Und mit alle meinen wir ALLE. Schwule, Lesben, trans Personen, behinderte Queers, queere People of Colour, queere Refugees. Rechte Kräfte und Medien, die vorher noch gegen den CSD und queere Rechte gewettert haben, instrumentalisieren jetzt diesen Anschlag, diese Gräultat, um ihre menschenfeindliche, rassistische Politik zu machen. Seit Jahren interessieren sie sich einen Scheiß dafür, dass CSDs von Rechtsextremen bedroht und angegriffen werden, machen eine queerfeindliche Politik, streichen Gelder für queere Projekte, wollen trans Menschen auf einem Sonderregister festhalten. Heute reden sie davon, dass unsere Freiheit angegriffen worden ist, morgen schieben sie queere Geflüchtete in Kriegsgebiete ab. Das ist keine Anteilnahme, das ist Rassismus!
Doch wir lassen uns nicht beirren, wir wollen zusammen stehen, gegen Queerfeindlichkeit und gegen Rassismus!
Von all dem Leid, von all der Trauer, von all den bestürzenden Ereignissen lassen wir uns nicht unterkriegen. Wie wir es seit Anbeginn der Zeit tun, finden wir Rückhalt in unsere Community, in der Gemeinschaft, bei unseren Freund*innen, bei unseren Geschwistern, Brüdern und Schwestern, unseren Wahlfamilien. Im ganzen Land fanden seit dem Anschlag Community-Treffen und Mahnwachen statt. Überall finden wir zusammen, wie wir es schon immer getan haben und immer tun werden. Unser Zusammenhalt, unsere Solidarität, unsere Gemeinschaft ist stärker als jeder Hass.
Wir sind hier. Gemeinsam. Und wir werden es für immer bleiben.
Danke








